Chronik:

Der Reminihof : sein Ursprung - seine Geschichte

1650:

Bis zu diesem Jahr zurück reicht die Kenntnis von Ursprung und Geschichte des heutigen Reminihofes. Als der dreißigjährige Krieg 1648 zu Ende ging, kehrten viele Angehörige der österreichischen Truppen nicht mehr in ihre Heimat zurück, sondern siedelten sich irgendwo an, wo sie gerade zu Ende des Krieges waren. So kamen anno 1650 zwei Brüder namens Ehrler aus der Gegend von Donaueschingen über den Schwarzwald in das damals fast ausgestorbene Schuttertal und auch in den Zinken Michelbronn. Dort fanden sie, so die Überlieferung, die bereits von Hecken zugewachsenen Ruinen eines verlassenen ehemaligen Gehöftes. Sie erwarben den Grund und Boden und errichteten darauf einen Doppelhof. Das Gebäude war in der Mitte durch einen meterbreiten Spalt getrennt. Weil die beiden Brüder Ehrler aus dem Schwarzwald kamen, wurde das Anwesen von den Bewohnern des Tales als "Schwarzwälder Hof" bezeichnet und behielt diesen Hofnamen bis zum Ende des Geschlechts der Ehrler.

1799:

In diesem Jahr wurde der Doppelhof amtlich vermessen und geteilt. Jeder der beiden Besitzer erhielt halb Winter- und halb Sommerseite von Feld, Wiesen und Wald. Auch das Haus wurde durch Los-Entscheid geteilt. Andreas Ehrler erhielt die vordere Hälfte des Hofes, des späteren Reminihofes. 1795 verheiratete er sich mit Anna Maria Kuhmann aus Fischerbach. Mit Andreas Ehrler starb am 21.April 1840 der letzte Ehrler auf dieser Hälfte des ehemaligen Doppelhofes.

1825:

Am 10.Oktober dieses Jahres verheiratete sich Magdalena, die Tochter von Andreas Ehrler , mit dem vom Weiler aus der Pfarrei Prinzbach-Schönberg stammenden Remigius Kopf, genannt "Remini", daher im Laufe der Jahre der Wechsels des Hofnamens in "Reminihof". Remigius Kopf war als tüchtiger Bauer und auch als Kenner und Helfer bei Viehkrankheiten im ganzen Tal bekannt und geschätzt. Er starb am 22. Mai 1872. Er war seit 1825 der erste Besitzer namens Kopf auf diesem Hof.

1874:

Der nächste Besitzer des Hofes war Michael Kopf, Sohn des Remigius Kopf. Michael Kopf verheiratete sich am 12. November 1874 mit Wilhelmina Griesbaum aus dem Zinken Durenbach des Ortes Dörlinbach. Diese Bäuerin vom Reminihof, immer gastfreundlich zu allen Besuchern und Wanderern, kam schon damals, so wird erzählt, der Gedanke zur Errichtung einer Gaststätte. Erst ihren Enkeln war es vergönnt, diesen Gedanken zu verwirklichen.

1892:

Am 22. August 1892 brannte der Doppelhof ab. In beispielloser Nachbarschaftshilfe wurde an der alten Stelle die vordere Hälfte des Doppelhofes, der Reminihof, bis Weihnachten 1892 wieder aufgebaut. Für die hintere Hälfte des ehemaligen Doppelhofes wurde im folgenden Jahr auf der anderen Talseite ein Hof erbaut. Michael Kopf starb am 22. Juni 1922.

1920:

In diesem Jahr übernahm Anton Kopf, der jüngste Sohn des Michael Kopf, den Reminihof. Er verheiratete sich am 22. November mit Amalia Fehrenbach aus dem Litschental.

1952:

Als vierter namens Kopf auf dem Reminihof übernahm Benedikt Kopf in diesem Jahr den Hof von seinem Vater Anton Kopf. Benedikt Kopf verheiratete sich am 24. April 1952 mit Anna Himmelsbach vom Hagseppenhof vom Schönberg. Durch Wanderer und Erfrischungssuchende kam man, wie damals Großmutter Wilhelmina, auf den Gedanken, in dem idyllischen Michelbronner Tal eine Ausflugsgaststätte zu errichten. Der Gedanke entwickelte sich zum Plan und wurde 1969 bis 1970 verwirklicht.

1970:

Am 14. November 1970 wurde die "Gaststätte Reminihof" eröffnet. 1973 wurde auch der Keller als Gastraum ausgebaut. Bereits 1975 erwies sich eine Erweiterung des Keller-Gastraumes, der Küche und der Terrasse als erforderlich. Immer mehr wurden die gastlichen Räume das "Reminihofes" auch für Familienfeiern gefragt.

 1977:

Ein neues Bild in der Landschaft des Michelbronner Tales entstand, als Benedikt Kopf in unmittelbarer Nähe des Hofes ein Damhirsch- Gehege errichtete und am 14. Oktober 1977 die ersten Tiere einsetzte, die sich bald vermehrten und eine Erweiterung des Geheges erforderlich machten.

Die "Gaststätte Reminihof" und das Damhirsch-Gehege sind inzwischen zu einem Begriff für unzählige Besucher aus der näheren und auch weiteren Umgebung geworden.

1984:

Als fünfter namens Kopf auf dem Reminihof übernahm Wilfried Kopf in diesem Jahr den Hof von seinem Vater Benedikt Kopf. Wilfried Kopf heiratete am 25.9.1982 Felicitas Schüssele aus Reichenbach.

1998:

Die große Freiterrasse wurde überdacht, nun kann man auch bei Regen draußen sitzen.